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Auswahl und Verwendung von Lipo-Akkus

Lipo-Akkus (Lithium-Polymer-Akkumulator) sorgen für eine unglaubliche Veränderung im RC-Modellbau! Stark, leicht, hohe Kapazität, sehr belastungsfähig, kein Memoryeffekt. Es gibt jedoch einige Dinge, die beachtet werden sollten, damit man lange Spaß an den gekauften Akkus hat. Hier geht es insbesondere um Lipo-Akkus als Energiequelle für Elektroantriebe:

1. Richtige Auswahl von Lipo-Akkus:

Neben der gewünschten Kapazität und Spannung sowie den Abmessungen ist die C-Rate wichtig. Prinzipiell ist es gut, wenn die C-Rate so hoch wie möglich ist, auch wenn die Belastung dann gar nicht abgerufen wird. Ein Lipo-Akku mit hoher C-Rate hat eine bessere Spannungslage bei Belastung, und wird somit dem Antriebssytem mehr Leistung zur Verfügung stellen. Ein eventuelles Mehrgewicht wird dadurch relativiert. Auch ist es wahrscheinlich, dass Lipo-Akkus mit hoher C-Rate bei der Produktion nochmals stärker selektiert werden.

2. Laden:

Laden Sie den Akku am besten direkt vor der Verwendung, oder zumindest nur 1-2 Stunden vorher. Wählen SIe nicht die höchstmögliche Laderate. Mit 1 C ist schonendes Laden möglich. Falls Sie eine weite Anfahrt zum Flugplatz haben, und kein Stromversorgungssystem direkt am Platz, müssten Sie sich zum Beispiel einen "dicken" LifePO4 Versorgungsakku zulegen, damit Sie Lipo-Antriebsakkus vor Ort laden können.

3. Verwendung:

Laden Sie den Akku erst direkt vor der Verwendung, oder zumindest nur 1-2 Stunden vorher. Die ideale Temperatur für Lipo-Akkus ist 35-40° Celsius. Also "Badewannen-Temperatur". Wärmen Sie die Akkus auch im Sommer auf, es sei denn es ist tatsächlich über 35° warm, aber dann geht ja kaum noch jemand seinem Hobby nach. Belasten Sie den Akku nur so, wie der Hersteller es angegeben hat. Wärmen Sie das Akkupack gleichmäßig auf. Das dauert zumeist länger als 30 Minuten, eher eine Stunde. Idealerweise wird der Akku während des Wärmens geladen.

4. Lebensdauer von Lipo-Akkus:

Die Lebensdauer eines Lipo-Akkus hängt insbesondere von diesen Faktoren ab:

- nie länger als 1-2 Stunden vollgeladen liegenlassen oder gar vollgeladen lagern
- am besten direkt vor der Verwendung laden
- nie kalte Lipos belasten, ideale Temperatur für Lipos ist 35° - 40° Celsius.
- Lipo-Akkus nie so weit entleeren, dass die Spannung (ohne Belastung) unter 3,7 V je Zelle gerät
- ideale Lagerspannung ist ca. 3,75 V je Zelle
- nie ohne Balancer laden und entladen

Der durchaus wichtigste, aber wenig bekannte Punkt ist es, den Lipo nicht vollgeladen zu lagern. Auch der allerbeste Marken-Lipoakku ist nach längerer "Voll-Lagerung" irreversibel schlechter geworden und neigt ggf. eher zum Aufblähen. Am besten DIREKT vor der Verwendung laden - und dann natürlich vorgeheizt auf 35° - 40° Celsius.

5. Entladen und Lagerung:

Die ideale Lagerspannung ist ca. 3,75 V je Zelle. Falls Sie einen "dicken" Pufferakku haben, zum Beispiel einen LifePO4 mit hoher Kapazität, verwenden Sie Ladegeräte wie den Junsi iCharger X8 zum Entladen des Antriebsakkus.

Der iCharger X8 unterstützt regeneratives Entladen. Hierbei wird nicht benötigte Akkukapazität des Antriebsakkupacks in die Versorgungsbatterie zurück gespeist, was ja viel sinnvoller ist, als überschüssige Kapazität einfach nur in Wärme zu verwandeln. Auch beim regenerativen Entladen stehen bis zu 1100 W zur Verfügung, so dass ein Akkupack ruckzuck auf die gewünschte Lagerspannung entladen werden kann. Die Versorgungsbatterie kann per Einstellparameter vor Überspannung geschützt werden. Da auch LifePO4-Akkus keine Selbstentladung haben, geht man auf diese Weise sinnvoll mit den Energieressourcen um.

Die Lagerspannung von ca. 3,75 V je Zelle ist zusätzlich ein gutes Mittel, die von Lipos ausgehende Brandgefahr einzuschränken, da ein Lipo mit dieser Spannung wenig Energie geladen hat.

"Testen" Sie niemals die Kapazität des Lipo-Akkus, indem Sie den Lipo komplett entleeren. Geraten Sie niemals unter 3,7 V je Zelle, sonst wird der Lipo irreversibel geschädigt. Kühle Lagerung von Lipo-Akkus ist sinnvoll.

6. Lipo-Akkus als Sender- und Empfängerakku? Oder besser LifePo4 / Lithium-Ionen-Akkus für den Zweck?

Wegen der hohen Leistungsfähigkeit ist ein Lipo-Akku für Einsatz als Antriebsakku prädestiniert. Daher hat sich der Lipo-Akku für den Zweck auch durchgesetzt.

Nicht ganz so sinnvoll dagegen ist der Einsatz von Lipos für Empfängerpacks oder Senderpacks. Warum? Man soll Lipos nicht voll lagern, sondern auf Lagerspannung von ca. 3,75 V bringen. Tja - aber den Empfängerakku neben dem Antriebsakku erst seperat laden und später dann noch entladen zu müssen, ist nicht gerade wenig Arbeit. Beim Sender ist es noch weniger wahrscheinlich, dass man das auch tatsächlich macht. Also werden Lipo-Empfängerpacks und insbesondere Senderlipos nicht selten halbvoll oder voll gelagert. Das ist ungünstig für die Lebensdauer des Lipo, auch ungünstig was die Brandgefahr betrifft.

Unsere Empfehlung für Senderpacks und Empfängerpacks: Lithium-Ionen-Akkus oder LifePO4-Akkus. Denn diese alternativen Zellentypen kennen die Lebensdauer-Problematik mit dem hohen Ladezustand nicht. Einem Lithium-Ionen-Akku und einem LifePo4-Akku kann man bezüglich Lebensdauer auch voll lagern - wobei ich mal 4,1 V (statt 4,2 V) bei Lithium-Ionen-Akkus und 3,45 V (statt 3,6 V) bei LifePO4-Akkus mit "voll" bezeichne, denn die beiden Akkutypen lieben es, mit weniger als 100 % vollgeladen zu werden.

Aus den gleichen Gründen sollten "dicke" Versorgungsakkus auch eher Lithium-Ionen-Akkus oder LifePO4-Akkus sein.


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